ArcheN-Projekt
Schöpfung und Hoffnung bewahren


Zuversicht




In unserem Leben geht alles immer voran. Alles wird besser, komfortabler und leichter. Wir haben uns daran gewöhnt, wir glauben an den stetigen Fortschritt und wir lieben unseren Komfort.
Wie schnell Naturkatastrophen alles zerstören können, zeigen uns die jüngsten Ereignisse. Verheerende Brände, extreme Niederschläge, gewaltige Stürme vernichten alles in kürzester Zeit.





Zerstört der Klimawandel unseren Wachstumsglauben und Wohlstand? Werden wir in Zukunft schlechter leben?
Auf dem Weg in eine nachhaltige, ökologische, klimaschonende und gerechte Zukunft werden viele unserer Gewohnheiten und Gewissheiten auf den Prüfstand kommen. Große Veränderungen warten auf uns.
Für uns Menschen sind Umbrüche immer schwierig. Aber auch machbar. Wir dürfen vor den gewaltigen Herausforderungen nicht kapitulieren und dazu brauchen wir vor allem eins: Zuversicht.


Machen wir uns auf den Weg! Finden wir neue Zuversicht!






Was man in einer lebensbedrohlichen Situation benötigt
„Um einer lebensbedrohlichen Situation zu entkommen bedarf es der vier Elemente: Wissen, geeignete Ausrüstung, Wille und Glück.
Wir haben eine Menge geeigneten Wissens, wir besitzen Ausrüstung, was uns fehlt ist Wille.
Nur mit Willen besteht auch Hoffnung. Wo Hoffnung ist, wohnt auch die Zuversicht.
Für unseren Willen sind wir verantwortlich. Auf das Glück müssen wir hoffen.
Wille und Hoffnung sind eng miteinander verbunden. Keines von beiden hilft ohne das andere sonderlich weiter. Statt lediglich zu hoffen, ein Ziel zu erreichen, müssen wir aktiv daran arbeiten. Doch ohne Hoffnung verlieren wir den Willen, den Kampf fortzusetzen.“
(aus Margaret Atwood „Praktische Utopien)





Globales Handeln
Das globale Handeln der Menschen während der Corona- Epidemie kann als Beispiel gelten, dass in einer allgemeinen, existenziellen Gefahr die Staaten dieser Welt entschlossen und konsequent handeln können. Es war zwar ein schwieriger Prozess und ein uneinheitliches Handeln, aber ein globales, wo plötzlich Dinge möglich waren, die vorher undenkbar waren. Auch gigantische finanzielle Mittel waren plötzlich vorhanden. Geht doch! möchte man da sagen, warum aber noch nicht beim Klimawandel oder gegen den Verlust der Arten? Warum noch immer nicht entschlossen handeln, wo wir doch so klar wissen, was passieren wird?
(vergl. David Wallace-Wells „Lehren aus der Pandemie“)






Der religiöse Blinkwinkel

Jesus scheiterte am Kreuz und stieg hinab in die Finsternis. Aber sein Scheitern war nicht sein Ende, sondern sogar der Anfang von etwas Neuem. Scheitern kann auch Hoffnung bedeuten. Die Überwindung des Kreuzes ist die zentrale Botschaft des christlichen Glaubens. Wir können darin den Glauben finden, dass wir es schaffen können, auch wenn wir Scheitern. Jesus war auch ein „Held“ ohne Machtanspruch. Sein Konzept hieß: Folge mir! Jesus verkörperte ein Ideal, dass er auch vorlebte. Er strebte nicht nach Wohlstand und propagierte auch kein ständiges Wirtschaftswachstum. Er war ein Held des Seins und nicht des Habens. Für ihn zählten Nächstenliebe, Solidarität, Gerechtigkeit und Gemeinschaft. Nach diesen Vorstellungen versuchte man zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert die Gesellschaft zu verändern. Später ging man andere Wege. Schauen wir auf diese Wurzeln und finden Zuversicht für unsere Wege. (vergl. Erich Fromm „Haben und Sein“-„Ist die Welt christlich?“).


Ehrfurcht vor der Natur
Wenn wir die Schöpfung und Hoffnung bewahren wollen, brauchen wir eine andere Umgangsweise mit unserer Welt. Wir brauchen Ehrfurcht vor der Natur. Dies setzt eine andere Sicht auf die Welt und ein anderes Denken voraus: einer spirituellen Sicht- und Denkweise.
Verbleiben wir im rein materialistischen Denken wird unsere Zuversicht bald verloren gehen, denn diese Welt des materiellen Wohlstandes lässt sich so nicht weiter leben. Erweitern wir unser Denken und verändern unsere Ansprüche durch spirituelles Denken, können wir mit Zuversicht weiter leben und erfolgreich den Weg in die Zukunft gehen.